Augen
Koerper 3 Min. Lesezeit

Träume von Augen — Wahrheit oder Beobachtung?

Hast du von Augen geträumt? In Träumen stehen Augen für Einsicht und Wahrheit — hier sind die häufigsten Deutungen davon, was ein Traum von Augen bedeuten kann.

Kurz gesagt
  • Du suchst eine Wahrheit — oder weichst ihr aus, weil du ihr noch nicht ins Auge sehen willst
  • Einsicht und spirituelles Gewahrsein stehen dir gerade offen
  • Du fühlst dich von anderen beobachtet oder beurteilt
Inhalt

Was bedeutet es, von Augen zu träumen?

Die Augen sind die Fenster zur Seele — und in der Welt der Träume gehören sie zu den aufgeladensten und bedeutungsvollsten Symbolen überhaupt. Träume von Augen können intensiv und packend sein: ein Augenpaar, das dich anstarrt, Augen, die verschwinden, dein eigener Blick im Spiegel, der irgendwie anders aussieht als sonst. Diese Träume handeln fast immer von etwas Tiefem: vom Sehen und Gesehen-Werden, von Einsicht und Wahrheit.

Der Kontext ist für die Deutung entscheidend.

Klar sehen oder wegschauen

Die Suche nach Einsicht und Wahrheit

In sehr vielen Kulturen ist das Auge ein Symbol für Weisheit, Wissen und die Fähigkeit, hinter die Oberfläche zu blicken. Ein Traum von Augen kann widerspiegeln, dass du gerade in einer Phase der Klarheitssuche steckst — über dich selbst, über eine Situation, über das, was du eigentlich willst. Dein Unterbewusstsein nutzt das Auge, um dir zu sagen: Hier gibt es mehr zu sehen, schau genauer hin.

Sehen und gesehen werden

Träume von Augen können vom sozialen Blick handeln — von deiner Erfahrung, durch andere beurteilt zu werden. Ein einzelnes großes Auge, das dich beobachtet, oder viele Augen aus fremden Gesichtern, können eine Phase widerspiegeln, in der du dich bloßgestellt, beobachtet oder auf eine unangenehme Weise bewertet fühlst.

Was du nicht sehen willst

Manchmal handeln Traum-Augen vom Gegenteil von Einsicht: von etwas, dem du bewusst ausweichst. Geschlossene Augen, Augen, die verschwinden, oder der Wunsch, sie zu schließen, können widerspiegeln, dass es etwas in deinem Leben gibt, dem du noch nicht bereit bist, mit offenem Blick zu begegnen.

Viele Augen, ein Gefühl des Beurteiltwerdens

Wenn die Augen schön und klar waren: Einsicht, Klarheit und spirituelles Gewahrsein — ein positiver Traum vom klaren Sehen.

Wenn die Augen erschreckend oder unnatürlich waren: Etwas, das du dich fürchtest anzusehen, oder eine Kraft, die dich auf bedrohliche Weise beobachtet.

Wenn deine eigenen Augen anders aussahen: Eine Verschiebung darin, wie du dich selbst siehst — oder eine neue Seite von dir, die sichtbar wird. Träume von Haaren tragen eine ähnliche Identitätssymbolik.

Wenn die Augen blind waren oder fehlten: Etwas, das du nicht ansehen willst, kannst oder erträgst — Vermeidung oder ein Mangel an Einsicht, ein Gefühl, das dem Träumen von einem dunklen Raum nicht unähnlich ist.

Wenn sich ein drittes Auge öffnete: Ein klassisches Symbol für spirituelle Einsicht und erwachende Intuition — ein stark aufgeladenes Bild in vielen Traditionen.

Zwischen dem bösen Blick und dem dritten Auge

Das Auge ist eines der universellsten Symbole der menschlichen Kultur und taucht in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen auf — vom ägyptischen Auge des Horus bis zum allsehenden Auge in religiöser Kunst. Viele dieser Traditionen teilen die Vorstellung, dass das Auge die Fähigkeit darstellt, zu sehen, was anderen verborgen bleibt: eine Verbindung zur Wahrheit, zu klarer Sicht und zu einer tieferen Art des Verstehens.

In vielen Kulturen rund ums Mittelmeer und im Nahen Osten gibt es außerdem den Glauben an den „bösen Blick“ — die Vorstellung, dass ein Blick Neid oder böse Absicht tragen kann, und dass man sich davor schützen kann. Träume, in denen du dich von vielen Augen beobachtet fühlst, oder von einem Blick, dem du nicht entkommst, können genau dieses Gefühl widerspiegeln: beurteilt, durchschaut oder auf eine beunruhigende Weise verfolgt zu werden.

Gleichzeitig tragen hinduistische und buddhistische Traditionen die Vorstellung vom „dritten Auge“ — ein Symbol für Intuition und innere Einsicht, für die Fähigkeit, über das Sichtbare hinauszusehen. Geschlossene oder blinde Augen in einem Traum lassen sich dagegen als Ausdruck von Vermeidung lesen — etwas in deinem Leben, dem du dich noch nicht direkt stellen willst, oder das du bewusst nicht sehen möchtest.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Artemidor von Daldis, Oneirokritika (ca. 150–200 n. Chr.) — die Körperteile im Traum, mit dem Auge verbunden zu Einsicht und zum Gesehenwerden.
  • Carl Gustav Jung, Der Mensch und seine Symbole (1964) — der Blick als Begegnung: sehen und beurteilt werden im selben Moment.
Der Traumdeuter empfiehlt Träume geben selten eine einfache Antwort — sie sprechen in Bildern und Gefühlen zu dir. Frag dich selbst:

Frühere Notizen

Noch keine gespeicherten Notizen — fang oben an.

Weiter erkunden

Verwandte Traumsymbole